Die Warszawa bei TVP Olsztyn
- 06 Nov, 2016
- Nasza Warszawa
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Vor fünfundsechzig Jahren, am 6. November 1951 um 14:00 Uhr, fuhr aus der Montagehalle Nummer 1 der Fabryka Samochodów Osobowych (Personenkraftwagenfabrik) in Warszawa der erste Personenwagen. Es war die Warszawa M-20, die die Geschichte des Werks in Żerań begründete. Danach kamen Syrena, Fiat und Polonez, und mit ihnen eine große Liebe zur heimischen Automobilbranche.
Die Warszawa, der große Fiat und der Polonez sind Ikonen der Warschauer Fabryka Samochodów Osobowych. Der Besitzer der Warszawa 223 ist Rafał Sadowski aus Olsztyn. Sein Wagen ist Baujahr 1973. Als sie zu Herrn Rafał kam, brauchte sie eine Generalüberholung. Der Olsztyner kümmerte sich um jedes Detail des Wagens – sowohl außen als auch innen. Für das investierte Herzblut revanchierte sich die Warszawa, indem sie ihren Besitzer auf eine Reise durch fast ganz Europa mitnahm – nach Schweden, Schottland, England oder Deutschland.
Der Fiat 125p von 1968 wiederum gehört Edward Klinek aus Olsztyn. Der Wagen legt vielleicht nicht so viele Kilometer zurück wie die Warszawa, ist aber zuverlässig und erfreut das Auge seines Besitzers seit bereits 6 Jahren Tag für Tag, und die Liebe von Herrn Edward zu den großen Fiats währt schon fast 50 Jahre. Dieses Gefühl ist jedoch sehr anspruchsvoll: — Wenn man ein solches Fahrzeug hat, muss man Ersatzteile sammeln. Auf welche Weise? Oft über Mundpropaganda — sagt Herr Edward.
Das Problem mit Ersatzteilen für den Fiat besteht nicht erst seit gestern. Das zeigt sich in einem Ausschnitt des „Telewizyjny Kurier Olsztyński“ (Fernsehkurier Olsztyn) und in einer Äußerung von Ludwik Hołowczyc, der in den 70er-Jahren Direktor der Techniczna Obsługa Samochodów (Technischer Fahrzeugdienst) in Olsztyn war: — Was Ersatzteile betrifft, so ist das unser ewiges Leiden, das wir nicht überwinden können. Selbst für Marken wie unseren heimischen Fiat spüren wir ständig einen Mangel an grundlegenden Teilen.
Nach dem großen Fiat kam die Zeit für den Polonez, etwa das Modell Atu Plus, Baujahr 1998 – eines der letzten vor dem Produktionsende. Sein Besitzer sagt kurz über ihn: ein unverwüstlicher Wagen: — Der Polonez dient dem täglichen Fahren. Mir hat die Charakteristik dieses Wagens gefallen, weil er nicht kaputtgeht. Er ist ein sehr dankbares Auto und ruft zugleich ein kollektives Lächeln auf der Straße hervor — sagt Dominik Kowalkowski, Besitzer des Polonez Atu Plus.
Ähnlich wie die Syrena. Diese wurde anfangs von der FSO produziert, ab den 70er-Jahren jedoch von der Fabryka Samochodów Małolitrażowych (Kleinwagenfabrik) in Bielsko-Biała. Genau wie die braven „Maluchy“ (Kleinwagen), von denen einst fast jeder Pole träumte.
Fahrzeuge mit dem FSO-Zeichen erleben eine echte Renaissance. Es entstehen Lieder über sie, und kürzlich fand die Präsentation des Prototyps der neuesten Warszawa polnischer Produktion statt. Der Motor dieses Wagens leistet 550 PS und beschleunigt das Fahrzeug in weniger als 5 Sekunden auf hundert. Ein solcher Luxus kostet 1,5 Mio. PLN. Das sind vorerst Zukunftsträume.
An die Vergangenheit wiederum erinnern der Geruch, der Klang und die unvergleichlichen Eindrücke jeder Fahrt mit den Wagen der Warschauer FSO, und jedes Modell hat seinen Platz in den Herzen sowohl junger als auch reifer Fahrer gefunden.“
Quelle: https://olsztyn.tvp.pl/27625890/warszawa-fiat-polonez-te-auta-sa-ikonami-polskiej-motoryzacji.
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